Die Sopranistin Melissa Wedekind besuchte nach ihrem Abitur die Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen und erhielt zwei Jahre Gesangsunterricht bei Anne Greiling. Nach ihrem Abschluss zur staatlich geprüften Ensembleleiterin begann sie 2012 ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, zunächst 2 Jahre bei Prof. Mechthild Kerz und anschließend in der Klasse von Prof. Dr. Marek Rzepka. Im Sommer 2015 besuchte sie ein Jahr, dank eines Erasmusstipendiums, das Konservatorium für Musik „Nino Rota“ in Monopoli (Italien) und bekam Gesangsstunde bei Prof. Maria Grazia Pani.

Des weiteren erhielt Sie an der HMTM Hannover Unterricht im Fachbereich Lied bei Justus Zeyen und im Bereich Oper bei Prof. Martin Brauß und Anne Champert. Sie besuchte Meisterklassen/ Unterrichte bei Maria Husmann, Gudrun Pelker, Nicole Hümpel, Sarah Maria Sun, Lars Woldt, Rita Dams, Andre Morsch, Julian Pregardien und Emma Kirkby.

 

Seit Oktober 2018 studiert sie den Masterstudiengang „Master of Music Künstlerische Ausbildung (KA) Alte Musik“ Gesang an der Hochschule für Künste in Bremen. In der HfK erhält sie Hauptfachunterricht von Bettina Pahn und Prof. Benno Schachner. Neben dem Musikstudium arbeitet die junge Künstlerin als Tutorin für Prof. Raphael Sbrzesny und nimmt zusätzlich an seinen interdisziplinären Projekten teil, wie "Peforming Melancholia". Dieses Konzept wurde durch das Designerduo BIEST und dem Origami-Spezialisten Kaimund Thurek unterstützt und gewann den 1. Preis für interdisziplinäres Verfahren an der HfK Bremen. 

 

Bereits während des Studiums wirkte sie in mehreren Projekten und Konzerten für alte und neue Musik und in Hochschulproduktionen als Solistin mit, beispielsweise als Sour Christina und Sour Celeste („Mese Mariano“ von Umberto Giordano) oder als Papagena („Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart). 

Im Oktober/ November sang sie im Barockopernstudio in Bari (Apulien/Italien) gemeinsam mit weiteren Stipendiaten die Oper "L'incoronazzoione di Poppea" von Monteverdi als Engel Amor (Regie: Maria Grazia Pani, musikalische Leitung: Sabino Manzo).

 

Wertvolle Erfahrungen im Bereich Chor/ Ensemble sammelte sie im Sommer 2013 im Festivalchor des Schleswig-Holstein-Musikfestivals unter der Leitung von Rolf Beck und Christoph Eschenbach, sowie als Solistin bei Konzertauftritten mit verschiedenen Orchestern, wie z.B. dem Symphonieorchester Leipzig. Im Sommer 2017 sang sie als Sopranistin im Ensemble CHOREOS unter der Leitung von Stephan Lutermann und Lars Scheibner.

 

Im Januar 2019 sang und spielte sie als Gast im Schauspielhaus Hannover im Stück "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" von B. Brecht mit. In der Regie Claudia Bauer, Komposition/Sound Peer Baierlein und musikalische Einstudierung Florian Lohmann. Anschließend arbeitet sie als Musikerin bei den Nibelungenfestspielen in Worms im Hauptstück "Die Überwältigung" von Thomas Melle (Regie: Lillja Rupprecht; Musik: Friedericke Bernhardt). 

Zuletzt war Melissa mehr als Performance-Künstlerin auf den Bühnen zu sehen. Unteranderem im Bühnenbild "Das Nibelungenlied - Der Nibelungen Not; Zwischenwelt im Nichtraum" von der Szenografin Kristina Schmidt, wofür die Sopranistin ihre erste Komposition "Kriemhilds Klage" live performte.